Highlights im Fachbereich Gesellschaft, Politik, Umwelt

Autoritäre Versuchungen

Online-Vortrag mit Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer ab 01.10.2020 zu sehen auf: Youtube-Kanal VHS Schwäbisch Hall (hier)

Ein Gespenst geht um in der Welt : das Gespenst des rabiaten Rechtspopulismus. Die Lage hat sich zugespitzt mit Angriffen auf Pressefreiheit und Gewaltenteilung. Gegen die liberale Demokratie. Wilhelm Heitmeyer hat diese Tendenzen frühzeitig thematisiert. 2001 warnte er, die Globalisierung gehe mit politischen und sozialen Kontrollverlusten einher, die zum Aufstieg des autoritären Kapitalismus, zu Demokratieentleerung und einem Erstarken des Rechtspopulismus führen könnten. In seinem neuen Buch knüpft er an diese Analyse an und macht sie für eine Diagnose der aktuellen Situation fruchtbar. Der Band bildet den Auftakt zu der Reihe »Signaturen der Bedrohung«, die Phänomenen politischer Gewalt und sozialer Desintegration gewidmet ist.

Zur Person: Wilhelm Heitmeyer war Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld und arbeitet heute ebenda als Forschungsprofessor. In der edition suhrkamp gab er u. a. die Reihe »Deutsche Zustände« heraus. Er gilt als einer der bedeutendsten Sozialwissenschaftler Deutschlands.

Zum Vortrag…

 

 

Kaufen, kaufen, kaufen!

Filmabend

Am Mittwoch, 07.10.2020 um 18:00 Uhr mit Martin Weis im Haus der Bildung. Mit Abendkasse.

Die einen kaufen nur Bio und Secondhand, andere achten nur auf den Preis und wieder andere geben so viel Geld wie möglich aus für angesagte Markenprodukte. So unterschiedlich wie der Mensch ist auch sein Kaufverhalten. Der Dokumentarfilm porträtiert junge Menschen und ihr Konsumverhalten sowie ihre Ideen für mehr Nachhaltigkeit im Konsum. Darüber hinaus zeigen die Jugendlichen im Selbstexperiment, wie sie zeitweise auf alltägliche Dinge wie Strom, Plastik oder Zucker verzichten und halten ihre Erfahrungen und Einsichten hierbei in Videotagebüchern fest. Verschiedene Nachhaltigkeitsmodelle werden exemplarisch dargestellt: z.B. Leben ohne Geld, Werbung nur für Fair-Trade und Share-Economy.

Weitere Informationen… 0243001

 

Ein Land in Aufruhr, eine Welt in Erwartung

Am Dienstag, 13.10.2020 um 19:00 Uhr mit Tobias Endler im Haus der Bildung. Mit Abendkasse.

Nach vier Jahren Trump-Präsidentschaft bedeuten die Wahlen am 3. November 2020 die erste echte Bilanz: Werden die US-Amerikaner/innen Trump erneut das Vertrauen aussprechen, oder wird der Republikaner durch den Demokraten Joe Biden abgelöst?  Dr. Tobias Endler zieht ein Zwischenfazit zu den zentralen innen- und außenpolitischen Streitfragen unserer Zeit in Bezug auf Sicherheits-, Wirtschafts-, Sozial- und Kulturpolitik. Er beleuchtet den „Seelenzustand“ der selbsterklärten Vorzeigedemokratie USA und fragt, welche Konsequenzen ein erneuter Sieg Trumps bzw. seine Niederlage für Deutschland und die transatlantischen Beziehungen haben werden. Neben den großen regierungspolitischen Linien vermittelt Endler das faszinierende Riesenland USA auch über Anekdoten und Einzelschicksale. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Gelegenheit zur Diskussion.
Zur Person: Dr. Tobias Endler ist Amerikanist und Politologe. Forschungs- und Lehrtätigkeit u.a. an der Yale University (USA). Derzeit Akademischer Mitarbeiter an der Heidelberg School of Education. Autor und Herausgeber mehrerer Bücher zum Thema.

Weitere Informationen…

Arme Teufel.

Kindsmörder und der Haller Rat 1500-1800

Am Donnerstag, 15.10.2020 um 20:00 Uhr mit Dr. Andreas Maisch im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

1532 definierte das Strafprozessgesetzbuch Kaiser Karls V. das Delikt Kindsmord neu. Zeitgleich stellte die Reformation alle Formen nicht-ehelicher Sexualität unter Strafe. Frauen, die ihre Schwangerschaft verheimlicht hatten und deren Kind dann tot gefunden wurde, drohte von da an ein Todesurteil. Mindestens 18 Frauen wurden in Schwäbisch Hall als Kindsmörderinnen hingerichtet. Die Prozesse entwickelten sich zu Paradebeispielen frühneuzeitlicher Justiz. Wie versuchten die angeklagten Frauen sich zu verteidigen? Wie reagierten die Richter? Und was lässt sich über die Lebensverhältnisse in der Reichsstadt Schwäbisch Hall daraus ableiten? Diesen Fragen versucht der Vortrag anhand von Einzelbeispielen nachzugehen.

Weitere Informationen…

Der Sozialstaat:

Eine Bestandsaufnahme

Am Montag, 19.10.2020 um 19:30 Uhr mit Prof. Dr. Georg Cremer im Brenzhaus. Der Eintritt ist frei.

Wie ungerecht ist Deutschland wirklich? Hat es einen neoliberalen Sozialabbau gegeben, der nur noch einen "Suppenküchensozialstaat" übrigließ, wie vielerorts zu lesen ist? Georg Cremer unterwirft den vorherrschenden Niedergangsdiskurs einem Realitätstest und zeigt, dass zwar längst nicht alles gerecht ist in Deutschland, aber doch gerechter als viele meinen. Wer unsere Debatten verfolgt, der liest viel über soziale Kälte, steigende Armut und wachsende Ungleichheit, aber wenig über die Leistungen des Sozialstaats. Wenn wir unsere Demokratie gegenüber dem Populismus stärken wollen, ist eine realistischere Diskussion über den Zustand des Sozialstaats unerlässlich.

Weitere Informationen… 0246064

Solidarität, Demokratie und Ökologie vs. Kapitalismus

Am Mittwoch, 21.10.2020 um 19:30 Uhr mit Prof. Dr. Klaus Dörre im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Solidarität, Demokratie und Ökologie vs. Kapitalismus: Vieles spricht dafür, dass wir Zeugen eines gesellschaftlichen Wandels sind, der sich als »Große Transformation« bezeichnen lässt. Diese Transformation besitzt offenbar keine historischen Vorbilder, und sie ist zukunftsoffen. An den jeweiligen Polen stehen sich autoritäre, rückwärtsgewandte bzw. liberale, multikulturelle Optionen gegenüber. Welche Richtung dieser Wandel einschlägt, hängt maßgeblich von sozialen Konflikten und politischen Entscheidungen ab. Kann, soll und darf sich eine sozial-ökologische Transformation noch innerhalb kapitalistischer Bahnen bewegen? Oder müssen neue Wege jenseits des Kapitalismus beschritten werden, um die Zerstörung unserer ökologischen und sozialen Lebensgrundlagen aufzuhalten?

Weitere Informationen… 0246050

 

Testament, Generalvollmacht, Patientenverfügung

Am Donnerstag, 22.10.2020 von 19:00 bis 21:00 Uhr mit Carmen Look, Rechtsanwältin/Fachanwältin für Erbrecht und Steuerrecht im Haus der Bildung.

Alle diese Dokumente sind für jeden Menschen wichtig; doch wo liegen die Unterschiede?
Was ist bei der Testamentsgestaltung zu beachten?
Wer und wann sollte eine Vorsorgevollmacht erteilen?
Wie sinnvoll ist eine Patientenverfügung und an wen ist sie gerichtet?
Alle diese und weitere Fragen werden anhand von Beispielen beantwortet und erklärt.

Weitere Informationen und Anmeldung...

Antisemitismus:

Zur Aktualität eines Ressentiments

Am Donnerstag, 22.10.2020 um 19:30 Uhr mit Prof. Dr. Wolfgang Benz im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Judenfeindschaft aus unterschiedlichen Motiven gipfelte unter nationalsozialistischer Ideologie im 20. Jh. im Völkermord. Der Judenhass lebte fort, daneben entstand nach dem Holocaust ein mit neuen Argumenten operierender Antisemitismus, der Scham- und Schuldgefühlen entspringt. Der oft beschworene "neue Antisemitismus" ist dagegen nichts anderes als die monotone Judenfeindschaft mit ihren Stereotypen, Legenden, Unterstellungen und Schuldzuweisungen, die sich in Jahrhunderten entwickelt hat. Antisemitismus ist ein zentrales Element des Rechtsextremismus, aber er kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Doch nicht nur Judenhasser bieten Anlass zur Sorge. "Islamkritiker" denunzieren pauschal alle Muslime als Judenfeinde, und Überengagierte versuchen, Antisemitismus auf die Haltung gegenüber Israel zu verengen und beziehen in ihr Verdikt jede kritische Haltung zur israelischen Politik mit ein. Objektive Kriterien, was Antisemitismus ist, wie er sich historisch entfaltete, in welchen Formen er vorkommt, wie Judenfeindschaft von Israelkritik abzugrenzen ist, sind für eine differenzierte Betrachtung unentbehrlich. Informationen und Argumente liefert dieser Themenabend.

Weitere Informationen…

Deutsche Judenpolitik im besetzten Polen

Am Mittwoch, 04.11.2020 um 20:00 Uhr mit Folker Förtsch im Haus der Bildung. Mit Abendkasse.

Deutsche Judenpolitik im besetzten Polen - Die "Vorgeschichte" der Hessentaler Häftlinge.
Mit der militärischen Besetzung polnischen Gebiets 1939 begann die Leidensgeschichte der späteren Häftlinge des KZ-Außenlagers Hessental und ihrer Familien. Die deutsche Besatzung überzog das Land mit Ausbeutung und Vernichtung, die sich vor allem gegen die jüdische Bevölkerung richteten. Es entstand ein dichtes Netz von Ghettos und Konzentrationslagern, in denen viele Juden zur Zwangsarbeit gezwungen wurden.
Seit Mitte 1941 führten Einsatzgruppen erste großangelegte Massenmorde durch, die schließlich in der „Aktion Reinhardt“ gipfelte, bei der von Juli 1942 bis Oktober 1943 zwei Millionen polnischer Juden ermordet wurden. Die wenigen Überlebenden verblieben in Zwangsarbeitslagern oder wurden wie die Hessentaler Häftlinge zur Sklavenarbeit ins Reichsgebiet deportiert.

Weitere Informationen…

 

Die Erinnerung wachhalten:

Stolpersteine in Hall

Am Samstag, 07.11.2020 von 11:00 bis 12:30 Uhr mit Elke Däuber. Treffpunkt: Bonhoeffer Platz vor der VR Bank.

Seit 2005 / 2006 erinnern Stolpersteine an jüdische Bürgerinnen und Bürger, die hier lebten und im 3. Reich umgebracht wurden. Bei einem Stadtspaziergang zu diesen Erinnerungssteinen berichtet Elke Däuber über die Schicksale dieser Haller Bürger und über das Leben der jüdischen Gemeinde in unserer Stadt.

Weitere Informationen und Anmeldung…

Rassismus im Alltag

Filmabend

Am Mittwoch, 11.11.2020 um 19:00 Uhr mit Martin Weis im Haus der Bildung. Mit Abendkasse.

In dokumentarischen Kurzfilmen sprechen Jugendliche verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft offen über ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung und ihren Umgang damit. Wie reagieren sie, wenn eine Einzelperson oder eine Gruppe beleidigt wird? Wo mischen sie sich ein und wo nicht? Die Jugendlichen zeigen ihr Leben in einer multikulturellen Gesellschaft mit den Herausforderungen, die diese mit sich bringt. Die eigene Herkunft und die kulturelle Zugehörigkeit spielen dabei für sie in ihrem Alltag eine genauso wichtige Rolle wie kulturelle Unterschiede und Abgrenzungen. Mit wem sind sie befreundet - mit wem nicht? Was lernen sie von anderen Kulturen und wie wirkt sich kulturelle Vielfalt auf den Freundeskreis aus? Intention des Films ist es, Diskussionen zum Umgang miteinander anzuregen, einen offenen und persönlichen Austausch zu fördern sowie gegenseitige Akzeptanz und Respekt zu stärken.

Weitere Informationen und Anmeldung…

Jenseits des Duoro:

Mit dem Rad durch die Extremadura

Am Freitag, 13.11.2020 um 20:00 Uhr mit Dr. Dieter Bock im Haus der Vereine. Mit Abendkasse.

Dieter Bock nimmt Sie mit auf eine Reise in den spanischen Südwesten. Er berichtet von seiner Tour mit dem Rad durch die autonome Gemeinschaft Extremadura, einem Naturschutzgebiet von europäischer Bedeutung. Zu den Attraktionen dieses bemerkenswerten Landes zählen auch Stätten römischer Kultur und mittelalterliche Städte, die heute zum Weltkulturerbe zählen. Ein Abend, der neugierig macht - und viele Anregungen für eigene Reisen bereithält.

Weitere Informationen…

Stauffenberg:

Ein Name, der verpflichtet

Am Dienstag, 17.11.2020 um 19:00 Uhr mit Karl Graf von Stauffenberg im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Das Attentat vom 20. Juli 1944 ist ein einschneidendes ­Ereignis in der deutschen Geschichte, das bis heute nachwirkt. Über die Tat von Claus Schenk Graf von Stauffenberg wird bis heute gestritten und in jüngerer Zeit sogar wieder mehr. Sein Enkel Karl Graf Stauffenberg, der sich als Liberaler in der Politik und gegen ­Extremismus ­jeglicher Couleur engagiert, erklärt, welche Bedeutung die Tat seines Groß­vaters für seine ­eigenen Überzeugungen und für sein eigenes ­Handeln heute hat. ­Stauffenberg berichtet darüber, wie in der Familie über seinen Großvater und das Attentat geredet wurde und wie sie in den Jahrzehnten seit dem Kriegsende damit umging. Vor allem zeige die Tat seines Großvaters, dass nichts ­wichtiger ist als der Wert der Freiheit.

Zur Person: Karl Graf Stauffenberg ist Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Er lebt und arbeitet in Würzburg.

Weitere Informationen…

 

Sibirien:

Leben mit den Nenzen

Am Donnerstag, 19.11.2020 um 19:30 Uhr mit Achim Köpf im Haus der Bildung. Mit Abendkasse.

Die Nenzen sind eine ethnische Gruppe, die als Nomaden in der arktischen Region Sibiriens leben. Auf der Jamal-Halbinsel im Norden Russlands, innerhalb des Nationalparks des Arktischen Polar-Urals, dem letzten Teil des Uralgebirges. Es ist eine Region zwischen dem europäischen Teil Sibiriens und dem asiatisches Teil Sibiriens, mit riesigen Gasfelder, die zu den größten der Welt zählen. In dieser Region Russlands leben die Nenzen seit mehr als einem Jahrtausend, mit Temperaturen, die im Winter von -50 ° C und im Sommer bis + 35 ° C. Derzeit besteht diese ethnische Gruppe aus etwa 40.000 Menschen, die sich hauptsächlich von ihren Rentierherden ernähren, deren Fleisch und Häute sie verkaufen. Die Nenzen bewegen sich mit zu den Rentieren entlang ihrer Weiden aus Wintergebieten zu Sommerweiden und umgekehrt. Sie reisen nomadisch in einem Umkreis von rund 800 - 1.000 km.

Weitere Informationen…

Staatsschutz.

Strafrechtliche Bekämpfung von Extremismus

Am Mittwoch, 25.11.2020 um 19:00 Uhr mit Dr. Peter Frank im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Staatsschutz. Strafrechtliche Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus.
Die Ermordung von Walter Lübke, der Anschlag auf die Synagoge in Halle, das Attentat in Hanau - oder auch der Anschlag von Anis Amri auf den Berliner Weihnachtsmarkt: Bei staatsgefährdenden Delikten wie Terrorismus und politisch motivierter Kriminalität von besonderer Schwere zieht regelmäßig der Generalbundesanwalt bzw. die Bundesanwaltschaft das Verfahren an sich. Mit seinem Besuch im Haus der Bildung in Schwäbisch Hall wird der Generalbundesanwalt Peter Frank höchstpersönlich über die strafrechtliche Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus in sprechen. Ein wichtiges Thema in angespannten Zeiten, in denen die Bedrohungen für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung stetig zunehmen.

Zur Person:
Dr. Peter Frank, seit 2015 Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof.

Weitere Informationen…

 

Berliner Testament und Ehegattentestament

Am Donnerstag, 26.11.2020 von 19:00 bis 21:00 Uhr mit Carmen Look, Rechtsanwältin/Fachanwältin für Erbrecht und Steuerrecht im Haus der Bildung.

Wie ein Testament zwischen Ehegatten verfassen? Was ist zu beachten? Welche Vorteile hat das Berliner Testament? Alle diese und weitere Fragen werden anhand von Beispielen beantwortet und erklärt.
Die Dozentin ist Fachanwältin für Erb- und Steuerrecht.

Weitere Information und Anmeldung… 0212002

Uns stinkt’s!

Am Donnerstag, 26.11.2020 um 20:00 Uhr mit Heike Holdinghausen im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.


Klimawandel und Artensterben sind die Mega-Probleme unserer Zeit. Um sie zu lösen, müssen wir anders produzieren und konsumieren, anders essen, reisen, uns kleiden. Vielen Verbrauchern ist das klar, und trotzdem scheitern sie im Alltag daran, sich nachhaltig zu verhalten. Kein Wunder: Die politischen Rahmensetzungen machen es leichter und billiger, viele Ressourcen zu verbrauchen, als weniger. Fliegen ist billiger als Bahnfahren, neue Waschmaschinen kaufen ist einfacher, als alte zu reparieren, und Bio-Fleisch gilt als Schicki-Micki-Ware. Doch die Ideen und Konzepte für einen Wandel sind da - wir bräuchten nur Regierungen, die sie umsetzen.

Zur Person: Heike Holdinghausen ist Redakteurin der taz in Berlin. Dort befasst sie sich mit Rohstoffthemen von Bergbau und Forstwirtschaft bis zu Abfall und Recycling.

Weitere Informationen und Anmeldung…

 

Altersvorsorge leicht gemacht

Am Dienstag, 08.12.2020 von 18:00 bis 20:00 Uhr mit Julia Weidner LL. B. im Haus der Bildung.

Was bekomme ich eigentlich später einmal als Rente? Ist, um den gewohnten Lebensstandard zu halten, eine zusätzliche Altersvorsorge wichtig? Möglichkeiten zur zusätzlichen Altersvorsorge gibt es viele, sei es betrieblich oder privat, mit Riester- oder Rürup- Verträgen. Welcher Weg ist der richtige und wie unterstützt mich der Staat dabei? Wenn Sie sich diese Fragen schon einmal gestellt haben, dann sind Sie in diesem Seminar genau richtig. Die unabhängige Fachreferentin der Deutschen Rentenversicherung informiert über das komplexe Thema, vermittelt Grundwissen und beantwortet Ihre Fragen.

Weitere Informationen und Anmeldung…

 

Die Fichte

Am Dienstag, 08.12.2020 um 19:30 Uhr mit Jörg Brucklacher im Haus der Bildung.

Einst bewunderter Gebirgsbaum, Hoffnungsträger der jungen Forstwirtschaft im 18. Jahrhundert, dann Brotbaum der Waldbesitzer, verliert die Fichte derzeit zunehmend an Reputation und wirtschaftlichem Erfolg. Ihre Zukunft ist durch den Klimawandel akut in Frage gestellt. Mittlerweile steht die Fichte oft für ökologisch verheerende Monokulturen und Wälder zerstörende Borkenkäfer und Sturmkatastrophen. Wie kommt es, dass die Fichte unsere Wirtschaftswälder über Jahrhunderte beherrschte, und nun so ein jämmerliches Image hat? Zu Recht?
Wir begleiten Aufstieg und Fall dieses Wunderbaumes und seine Wirkung auf den deutschen Wald und auch auf die politische Landschaft, bis hin zur aktuellen Ernennung zum Baum des Jahres 2017.

Weitere Informationen…

Rente mit 67

- und dann noch Steuern zahlen?

Am Mittwoch, 09.12.2020 um 18:00 Uhr mit Stefan Gundling im Haus der Bildung.

"Rente mit 67" - ein Schlagwort das jeder kennt. Doch was steckt dahinter? Die Informationsveranstaltung beantwortet Fragen zu dieser angehobenen Regelaltersgrenze und stellt außerdem Möglichkeiten eines vorzeitigen Rentenbeginns vor. Des Weiteren wird über Regelungen zum Abschlag informiert und gezeigt wie dieser ausgeglichen werden kann. Außerdem erfolgt ein Überblick über Hinzuverdienstregelungen und zu Abgaben, wie Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, die im Alter noch fällig werden können. Der Referent ist Mitarbeiter im Regionalzentrum Schwäbisch Hall der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg.

Weitere Informationen und Anmeldung…

Das rote Sofa

Mit: Joachim "Odi" Odenwälder

Am Dienstag, 12.01.2021 um 19:30 Uhr mit Joachim Odenwälder im Haus der Vereine. Der Eintritt ist frei.

Ein bunter Strauß aus Persönlichem, Offiziellem und Privatem: Marcel Miara und Martin befragen"free style" auf dem legendären roten Sofa Menschen des öffentlichen Lebens. Prominente und solche, die auf dem Weg dorthin sind. Persönliches und Politisches, die große Liebe, Niederlagen und Scheidewege - all das hat Platz auf dem roten Sofa. Beginnen wird der Abend mit der obligatorischen Frage: Wasser, Bier oder Wein ...

Weitere Informationen…

Haller Religionsgespräch:

Weltweite Religionsfreiheit

Am Montag, 18.01.2021 um 19:00 Uhr mit Markus Grübel MdB im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Die Verfolgung religiöser Minderheiten hat viele Gesichter. Alle von ihnen sind hässlich. Weltweit werden heute hunderte Millionen Menschen wegen ihrer religiösen Überzeugung benachteiligt und verfolgt. In vielen Staaten der Erde ist das Menschenrecht der Religionsfreiheit ein Fremdwort. Das 7. Haller Religionsgespräch mit dem Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel, nimmt daher die politische Arbeit für Religionsfreiheit und für den Dialog der Religionen zur Stärkung gemeinsamer Werte und des Friedens in den Fokus. Zur Person: Markus Grübel ist seit 2018 Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit.

Weitere Informationen…

Der fremde Deutsche:

Leben zwischen den Kulturen

Am Donnerstag, 28.01.2021 um 19:30 Uhr mit Umes Arungairinathan im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Der fremde Deutsche ist die Geschichte der Integration eines tamilischen Flüchtlings, der als unbegleiteter zwölfjähriger Junge aus dem Bürgerkrieg in Sri Lanka nach Deutschland kam.
In seinem Buch berichtet Umes Arungairinathan über das Leben in seiner neuen Heimat. Als ehemaliger Flüchtling und deutscher Staatsbürger versucht er, die Möglichkeiten, Erwartungen und Probleme für eine gelungene Integration auszuloten. Dabei setzt er sich auch kritisch mit den Lebensformen seines Herkunftslandes auseinander. Der Autor will mit seinem Buch bei Deutschen um mehr Verständnis für Flüchtlinge werben und zugleich Flüchtlinge ermutigen, sich in die deutsche Gesellschaft einzubringen.

Zur Person:
Umeswaran Arunagirinathan flüchtete 1990 vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka. Auf einem Schlepper wird er über Singapur und Dubai ins westafrikanische Togo geschleust. Von dort aus kommt er alleine nach Deutschland, wo er bei einem Onkel in Hamburg unterkommt. Schon als Schüler droht ihm immer wieder die Abschiebung, doch schließlich schafft er es als Assistenzarzt ans Hamburger Herzklinikum und wird eingebürgert. Heute arbeitet er als Herzchirurg.

Weitere Informationen…

Postwachstum

Wege in eine neue Gesellschaft

Am Dienstag, 02.02.2021 um 19:30 Uhr mit Frank Adler im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Wie werden demokratische Übergänge zu einem Leben und Wirtschaften möglich, deren Qualität und Stabilität nicht vom permanenten Wachstum abhängen? Reicht dafür eine Bottom-up-Strategie? Reichen all die Non-profit-Unternehmen, Tauschläden und Kulturen des Selbermachens als Keime einer im Entstehen begriffenen Postwachstumsökonomie und -gesellschaft? Wir meinen: Nein. Ohne grundlegende Reformen des gesamten institutionellen Rahmens für unser Produzieren und Arbeiten, Konsumieren und Miteinanderumgehen wird eine solche Transformation wohl nicht gelingen. Durch welche Politiken kann eine sozial-ökologische Transformation in Richtung Postwachstumsgesellschaft unterstützt werden? Frank Adler stellt dar, wie der dafür nötige gegenhegemoniale Druck und Resonanzraum entstehen kann, mit welchen Widerständen dabei zu rechnen ist, und durch welche Strategien und Akteurskonstellationen diese überwunden werden könnten.

Weitere Informationen…

Heimat ist, wo ...

Filmabend

Am Mittwoch, 10.02.2021 um 19:00 Uhr mit Martin Weis im Haus der Bildung. Mit Abendkasse.

In Dokumentar- und Kurzspielfilmen reflektieren junge Menschen ihre eigene Haltung zum Thema Heimat und Nationalgefühl, zu den nationalen Symbolen und kulturellen Traditionen und setzen sich dabei auch mit dem unterschiedlichen Bezug verschiedener Generationen auseinander. Dabei wird auch den Fragen nachgegangen, wie, warum und mit welcher Wirkung aus (übersteigerten) nationalen Gefühlen eine Ausgrenzung von Menschen anderer Herkunft entsteht und wie der Heimatbegriff von der politischen Rechten vereinnahmt wird.

Weitere Informationen und Anmeldung…

Stadtplanung trifft Bürgerschaft

Informations- und Diskussionsforum mit EBM Peter Klink

Am Dienstag, 23.02.2021 um 19:30 Uhr mit Peter Klink im Haus der Bildung. Der Eintritt ist frei.

Erster Bürgermeister und Baudezernent Peter Klink stellt aktuelle Themen der Stadtentwicklung -  und der Öffentlichkeit zur Diskussion.

Weitere Informationen…

Verschwörungstheorien:

Warum sie so erfolgreich sind

Am Montag, 01.03.2021 um 19:30 Uhr mit Karl Graf von Stauffenberg im Brenzhaus. Der Eintritt ist frei.

Das Attentat vom 20. Juli 1944 ist ein einschneidendes ­Ereignis in der deutschen Geschichte, das bis heute nachwirkt. Über die Tat von Claus Schenk Graf von Stauffenberg wird bis heute gestritten und in jüngerer Zeit sogar wieder mehr. Sein Enkel Karl Graf Stauffenberg, der sich als Liberaler in der Politik und gegen ­Extremismus ­jeglicher Couleur engagiert, erklärt, welche Bedeutung die Tat seines Groß­vaters für seine ­eigenen Überzeugungen und für sein eigenes ­Handeln heute hat. ­Stauffenberg berichtet darüber, wie in der Familie über seinen Großvater und das Attentat geredet wurde und wie sie in den Jahrzehnten seit dem Kriegsende damit umging. Vor allem zeige die Tat seines Großvaters, dass nichts ­wichtiger ist als der Wert der Freiheit.

Zur Person: Karl Graf Stauffenberg ist Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Er lebt und arbeitet in Würzburg.

Weitere Informationen… 0246040

 

Lesekreis:

Grenzen der Demokratie

Ab Montag, 08.03.2021 jeweils von 18:30 bis 20:00 Uhr (4 x) mit Marcel Miara im Haus der Bildung. Mit Abendkasse.  

Demokratie ist ein allseits anerkannter Hochwertbegriff, möglicherweise der Hochwertbegriff der westlichen Moderne überhaupt. Aber die real existierende Demokratie ist auch ein System der Grenzziehungen: der sozialen Ausgrenzungen ebenso wie der ökologischen Entgrenzungen. Vor dem Hintergrund dieser Einsicht entwirft das Buch "Grenzen der Demokratie" von Stephan Lessenich Perspektiven für eine solidarische, inklusive und nachhaltige Demokratie. In einem akademischen Lesekreis werden wir das Buch lesen, reflektieren sowie über die Thesen im gemeinsamen Austausch diskutieren.

Weitere Informationen und Anmeldung…

 

Joachim Gauck – Toleranz einfach schwer

Tag der Demokratie

Vortrag und Lesung am Freitag, 26.03.2021 um 19:30 Uhr mit Bundespräsident a.D. Joachim Gauck im neuen Globe.

Die Lebensentwürfe, Wertvorstellungen, religiösen und kulturellen Hintergründe der Menschen werden immer vielfältiger. Manche erleben dies als Bereicherung, nicht wenige aber als Last. Was muss die Gesellschaft, was muss der Einzelne tolerieren und wo liegen die Grenzen der Toleranz? Wie viel Andersartigkeit muss man erdulden und wie viel Kritik aushalten? In seinem neuen Buch streitet Joachim Gauck für eine kämpferische Toleranz: Ich war und bin bis heute der Meinung, dass es kein Laisser-faire geben darf gegenüber jenen, die Pluralität und Toleranz mit Füßen treten. Toleranz, die Nachsicht und Duldsamkeit preist gegenüber den Verächtern der Toleranz, hilft den Tätern und nicht den Opfern. Intoleranz gegenüber einer Intoleranz, die Menschen unterdrückt und verachtet, ist eine Haltung von Demokraten im Namen der Menschenwürde. Aus der entschiedenen Überzeugung heraus, dass die Gesellschaft eine deutlichere und bewusstere Debatte über Toleranz benötigt, spürt er den Fragen nach: Was macht Toleranz aus und was macht sie notwendig? Und warum ist Intoleranz heute so populär und attraktiv?

Weitere Informationen…